Dollar, der neue Franc.
Eine Erinnerung: Wenn mal als kleiner Bundesbürger in den siebzigern und achtzigern in befreundete westliche Länder gereist ist, überkam ein ein gewisses Unbehagen ob der dortigen Preisschilder. Jenseits der Logik von Umrechnungskursen hielt man die Zahlen fürbeeindruckend gross und die Italiener waren ja gefühlt alle Millionäre.
Zwei Ausnahmen, die Briten und die Amerikaner, bei denen zählte das Millionärstum noch etwas.Sie sind ja auch immer schon grösseren Autos gefahren und deren Frauen hatten schon in den Fünfzigern Geld für diverse Kosemtika und (Rasierklingen für die Achseln)
Dann liess man sich in der elterlichen Geschichtsstunde aber aufklären, dass das Pfund mal elf DM und der Dollar klassischerweise immer 4,20 DM wert war (wie übrigens vor dem Weltkrieg I auch 4,20 Goldmark und zwischendrin 4,20 Reichsmark).
Auch dieser Respekt begann zu schwinden.
Switch
Achtes Jahr Euroland. Die ersten Jahre gings ja noch weiter in der klassischen Hierarchie im Wohnblock der Weltwährungen. Und alle haben geschimpft, Euro Teuro und haste nicht gesehen.
Jetzt aber ist der Dollar nur noch 75 cent wert und dass der “Latte to go” mehr Dollar in Atlanta als Euro in Augsburg kostet führt doch langsam aber sicher zu einer Wahrnehmung(sverschiebung):
Nicht mehr die USA sind das (erfolg)reiche Land mit stabiler Wirtschaft un Währung. sondern das ungeliebte Euroland, mit der (tendenziellen) Beachtung einer Geldmengenentwicklung.
Und auch wenn höherer Preis irgendwo auch mehr Geld in der Tasche und damit höhere Zahlungsbereitschaft gerade für “Coffees”(hasse dieses Wort in Deutschland zu lesen) bedeutet, irgendwie fühlt sich das anders und besser an als damals. Go Euro Go!
Genauso wie wir in Euroland mehr DSL-Kunden haben und unser markt für Mobiltelefone weit offener ist (Fortschritt) !
Man denke zurück an 1985 (Dollar bei 3,50 DM)
BRD: Telekom=Bundespost=gemietete Telefone
USA: AT&T gerade aufgeteilt und Anrufbeantworter und Zusatzgeräte erlaubt und käuflich zu erwerben
Voll Freude, der Max
